Ich schließe mich Herr G. an, Kult ist gut, Gitarren sind
auch gut, die Stimme kaut einem das Ohr ab. Was aber nicht
heißt, dass ich jetzt meine Meinung in Sachen DIO in Ihre
Richtug bewege, Herr G.! ( mehr )
So, nun auch die Wertung des Alternaonkels. Das Debüt
unserer Leverkusener Lokalmatadoren weiß auch mich durchaus
zu überzeugen. Ähnlich wie DM mag ich insbesondere die Parts
wenn das Tempo mal ein klein wenig rausgenommen wird, dann
geht das Teil hier wirklich ziemlich ab. Mein absoluter Fav
ist "Mysery Broadcast" (mit dem die Jungs übrigens auch aufm
LNOE ziemlich gerockt haben). Der Sound ist für ne
Eigenproduktion mehr als amtlich. Alles in allem keine
Scheibe zum Andauernd anhören (was aber auch an meinen
musikalischen Präferenzen liegt), aber wenn man mal Thrash
hören will, macht man hiermit nicht viel verkehrt. Weiter so
Jungs, zeigt der Welt, dass Leverkusen ein Teil der
Metallandkarte ist. Insgesamt gute vier Punkte. ( mehr )
Meine liebe Gemeinde, verneigt euch vor dem Comeback-Album des Jahres.
Als wären sie nie weg gewesen, legen uns AIC hier ein Album vor, was sich
gewaschen hat. Zwischen unglaublich heavy, ja doomig, unfassbar melodiös
und zwischendurch gewohnt formidabel akustisch ist hier wirklich alles vorbei.
Die Stimme von William DuVall, dem neuen Mann am Mikro, passt sich perfekt
in die Musik ein, die zweistimmigen Gesänge zwischen DuVall und Band-Chef
Cantrell klingt mindestens genau so gut wie früher zwischen Layne Staley und
Cantrell. Mit diesem Album beweisen AIC einmal mehr, dass sie nie wirklich
Grunge sondern einfach nur eine großartige Metal-Band waren und der Herr
sei gelobt auch wieder sind. Fantastisch. Ich stehe kurz davor die 6 zu zücken.
Es gibt eine 5 mit Sternchen. ( mehr )
Die Mucke habe ich ja bereits bewertet. Ich kenn nur das äußere der Box, das
is natürlich im Zusammenhang mit dem Titel nicht schlecht - aber 99 EUR find
ich schon komplett übertrieben. Egal, das kann sich ja zum Glück jeder selber
überlegen, ob es ihm das wert ist. ( mehr )
Tjaja. Whitfield Crane und seine Mannen. Damals irgendwie
super. Aber ich fand auch mal Blümchen scharf. In diesem
Sinne schließ ich mich der Kritik meines Nachbarn an. Wobei:
Blümchen ist doch irgendwie immer noch scharf. Und
mittlerweile sogar volljährig. Ach ne. Reicht trotzdem nur
für ne Drei. ( mehr )
Ach ganz ehrlich, ich glaube ich brauch einfach keine neuen PL-Scheiben
mehr. Trotzdem hat die Band weiter ihre Daseinsberechtigung, aber im
Zweifel leg ich vermutlich doch eher was altes auf. Knappe vier Punkte.
Aufmachung aber großartig. ( mehr )
Es gibt ein paar Bands, da kann man sich eigentlich vorher
schon ziemlich sicher sein, dass man zu 90% das bekommt, was
man erwartet. Meiner Meinung nach gehört ARP dazu. Ob das
nun gut oder schlecht ist, ist natürlich eine sehr
subjektive Sache. Der aktuelle Output wird Fans wie immer
froh stimmen, Leute, die noch nicht mit Axel warm wurden,
werden es auch diesmal nicht. Soll heißen, guter solider
Hard Rock. Nicht mehr, aber ganz bestimmt auch nicht weniger. ( mehr )
Zur Musik brauch ich nichts sagen, soviel Value for Money gibt es wohl
selten wie in diesem Fall. Die Box ist allerdings extrem edel aufgemacht.
Wer die Alben noch nicht hat, schlägt hier sofort zu. Wer die Alben schon
hat, freut sich für den Rest, dass es jetzt eine gute Gelegenheit gibt die
Alben zu erwerben. ( mehr )
Nach 4 Jahren Abstinenz machten sich ca. 66,6 Prozent der
Jury (was für eine Zahl;) erneut auf nach Gelsenkirchen ins
wunderschöne Amphiteahter.
Mit dabei war ein weiterer kompetenter Gastjuror, welcher
auf Grund seiner unglaublichen Fachkenntnis im klassischen
Metalbereich extra aus Indien eingeflogen wurde.
Leider reichte es aus diversen Gründen nur für eine
Tageskarte am Sonntag.
Dies sollte nicht weiter schlimm sein, da einem das Billing
am Sonntag die Freundentränen in die Augen trieb.
Bei bestem Wetter, nachdem es offensichtlich den Abend
zuvor richtig geschüttet hatte, versorgten wir uns erstmal
mit ner ordentlichen Kaltschale um dann direkt einen der
Tageshöhepunkt zu erleben.
Das niederländische Powertrio VANDERBUYST überzeugte mit
seinem Hardrock garniert mit diversen klassischen
Metalzitaten auf ganzer Linie. Ein super Sound (welcher
sich übrigens fast den kompletten Tag halten sollte) tat
sein übriges. Grandioser Auftritt von einer grandiosen
Band, für mich das Highlight des Tages.
Danach ging es mit den Schweden ENFORCER weiter. Hier
spaltete sich zum ersten mal die Meinung unseres
Dreigestirns. Ich persönlich war auch hier hellauf
begeistert, wohingegen meine Begleitung den Gesang
bemängelte. Ich versteh es nicht, aber Geschmäcker sind ja
verschieden.
Die darauf folgenden ATLANTEAN KODEX empfand ich persönlich
als zweischneidiges Schwert. Über die Qualität dieser Band
muss man nicht diskutieren. Grandios. Allerdings gab es am
Anfang die einzigen Soundprobleme des Tages und zudem
funktioniert diese Musik irgendwie nicht zu 100 Prozent bei
strahlendem Sonnenschein. Überragend fand ich den Gesang
von Markus Becker, aber irgendwie haben die klassischen
Songs nicht ganz gezündet. Schade, weil ich weiß, wie gut
AK sind. Schaut sie euch nach Möglichkeit in einem schönen
dunklen Club an und ihr werdet begeistert sein.
Gegen 15:00 Uhr kam eine Band, die ich schon lange sehen
wollte, die deutschen Underground „Stars“ METAL INQUISITOR.
Die Band hatte richtig Spaß in den Backen und das konnte
man auch an den Reaktionen im Publikum merken. Kein
Kritikpunkt möglich.
Mit den darauf folgenden Anacrusis wurde der klassische
Metalsonntag erstmals durchbrochen. Für viele
Festivalbesucher eines der Tageshighlights. Ich fand die
Jungs gut, war aber auch nicht so sehr mit den Songs der
Band vertraut. Von daher lautet mein Fazit gehobener
Durchschnitt, auch wenn ich jetzt wahrscheinlich unschöne
Drohungen bekommen werde.
Der ausdrücklich nicht als Ersatzband auftretende „Agent
Steel Ersatz“ VICIOUS RUMORS konnte ebenfalls überzeugen.
Mit dem starken aktuellen Output und dem Backkatalog im
Rücken kann man aber auch nicht viel verkehrt machen.
Ich wartete jedoch voller Vorfreude darauf eine der
dienstältesten Thrashbands zum ersten mal zu sehen.
OVERKILL waren der Hammer. Der ganze Innenraum ging von
Anfang an so dermaßen steil, wie ich es lange nicht mehr
gesehen habe. Ich werde heute manchmal noch nachts wach,
brülle aus beiden Lungenflügeln „Rotten to the core“ und
verschwinde wieder ins Land der Träume. Toll, toller,
Overkill.
Diesen Karaoke Gewinner Jam der dann kam, kann man sich
meiner Meinung nach sparen. Hätte lieber am Sonntag noch
Bullet oder In Solitude gehabt, aber man kann ja nicht
alles haben.
Ich weiß nicht nach wie vielen Versuchen es RockHard
endlich geschafft hat, DOWN aufs Festival zu holen. 2011
war es dann so weit. Mehr muss man eigentlich nicht sagen.
Down prügeln alles und jeden so dermaßen in den Boden, dass
keine Fragen offen bleiben. Auch die coolste Ansagen des
Tages ging auf die Kappe von Phil Anselmo. Ich werde nie
vergessen, wie er mit seiner kaputten Stimme: „Jimmy Bower
start this f***ing song“ sagte ;) Auch das fehlen von Ex
Pantera Bassist Rex Brown hat eigentlich niemanden
interessiert.
Festival Fazit:
Unglaublich gute Bands, erstklassischer Sound,
unbeschreibliche Atmosphäre. Ende Aus Applaus. Großartig!
Einziger Wehrmutstropfen, warum stelle ich mich eine Stunde
für die Down Autogrammstunde an, nur um dann, als ich
einen !!! Meter vorm Zelt war ins leere zu gucken, weil
selbige beendet wird. Die Band wollte weiterschreiben, es
war noch Zeit bis zur nächsten Autogrammstunde und die 20
Leute die dann da noch standen wären in zehn Minuten
abgearbeitet gewesen. Das war echt scheiße Leute.
( MB )
Running Order Sonntag:
Vanderbuyst
Enforcer
Atlantean Kodex
Metal Inquisitor
Anacrusis
Vicious Rumors
Overkill
Down