Das sind solche Momente die ich einfach immer und immer
wieder am Jury-Job liebe - da kommt man nichtsahnend abends
von der Arbeit nach Hause und entdeckt im Briefkasten einen
verknickten, aber intakten Briefumschlag. Per Airmail
flattert da eine CD der mir bis dato vollkommen unbekannten
Band "Ethereal Architect" aus Texas USA ins Haus. Bereits
nach den ersten Takten des Openers "Kalinago" ist mir klar,
dass es sich hier um die Progentdeckung des Jahres handeln
muss, falls die Jungs um David Glass denn tatsächlich in
der Lage sind, das Niveau wirklich über den Verlauf des
ganzen Album zu halten. Eines kann ich Euch sagen: Sie
können! Neben der wirklich permanent affengeilen
Gitarrenarbeit von David Glass besticht insbesondere Sänger
Adam Contreras mit einer durchsetzungsstarken Stimme, die
wirklich alle Spielarten des Rocks abdeckt. Die Titel sind
durchweg herrlich vertrackt, immer abwechslungreich und
trotz der Chöre niemals überfrachtet oder abgedroschen. Die
Herzen aller Progfans schlagen beim Hören von "Monolith"
garantiert in ungeahnte Höhen und ich bekomme tatsächlich
trotz mehrerer Durchläufe immernoch eine Gänsehaut nach der
anderen. Hier wird nichts abgekupfert, auch wenn man hier
und da durchaus Dream Theater und Symphony X Zitate zu
hören glaubt. Stellt sich nur noch die Frage, warum die
Jungs noch keinen Plattenvertrag haben - das soll doch wohl
ein Witz sein?
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JUROR II★★★★★☆

ZWEI BLICKWINKEL
Die Jury urteilt
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